Ja, als Mieter:in darfst du deine Küche folieren lassen, wenn die Verwaltung zustimmt. Die Fronten gehören der Eigentümerschaft, also sprichst du jede Änderung vorher ab. Was dir dabei hilft: Architekturfolie lässt sich laut 3M mit Wärme wieder entfernen (Produktdatenblatt DI-NOC, Stand Nov. 2020). Deshalb sagen viele Verwaltungen ja, wenn du sauber fragst.
Warum Folie in eine Mietwohnung passt
Lack lässt sich nicht einfach wieder abziehen. Neue Fronten vom Schreiner kosten viel und gehören am Ende trotzdem der Vermieterin. Folie dagegen ist eine Schicht auf der bestehenden Oberfläche. 3M DI-NOC ist laut 3M eine PVC-Folie mit 210 bis 220 µm und einem Acrylatklebstoff mit feinen Luftkanälen. Sie liegt blasenfrei auf und löst sich mit Wärme wieder, und zwar vom Untergrund, den der Hersteller empfiehlt.
Auf diesen Nachsatz kommt es an. Beschichtete Spanplatte und lackierte Fronten sind typische Kandidaten. Ob deine Küche dazugehört, sieht Nic beim Besuch. Ist eine Beschichtung schon lose oder aufgequollen, hörst du das vor der Offerte. Sonst nimmst du das Problem beim Auszug mit.
So fragst du die Verwaltung
Ein kurzes Mail reicht, wenn die richtigen Punkte drinstehen:
- was foliert wird: Fronten, Schranktüren, Abdeckung ja oder nein
- welche Folie, mit Datenblatt im Anhang
- dass die Folie laut Hersteller mit Wärme entfernbar ist
- was beim Auszug gilt: Folie bleibt oder kommt runter
- Fotos vom heutigen Zustand
Datenblatt und einen Textvorschlag für die Anfrage bekommst du von uns. Lass dir die Zustimmung schriftlich geben, eine Antwort per Mail genügt. Steht darin auch, was beim Auszug passiert, gibt es bei der Wohnungsabnahme nichts zu diskutieren.
Was die Verwaltung davon hat
Manche Verwaltungen beteiligen sich an den Kosten. Das ergibt vor allem Sinn, wenn die Küche ohnehin bald fällig wäre: Beschichtete Küchenmöbel gelten nach 15 Jahren als abgeschrieben (Lebensdauertabelle, neho.ch). Eine neue Küche kostet in der Schweiz im Schnitt rund CHF 22’000 (handwerker-kosten.ch). Gefällt der Verwaltung das Resultat, darf die Folie beim Auszug vielleicht sogar bleiben. Frag ruhig danach, mehr als Nein sagen kann sie nicht.
Für die Bewirtschaftung zählen ausserdem zwei Angaben aus den Unterlagen von 3M. Die Folie erreicht die Brandklasse B-s1,d0 und trägt das CE-Zeichen nach EN 15102 (3M-Leistungserklärung). Innen hält sie bei fachgerechter Verarbeitung bis 12 Jahre (laut 3M). Das sind Dinge, die eine Verwaltung gern schwarz auf weiss hat.
Alltag in der Mietküche
Der Espresso landet auf der Front, der Rotwein auch mal daneben. Laut 3M übersteht DI-NOC Milch, Kaffee, Wein, Zitrussaft, Tee, Sojaöl, Essig und haushaltsübliche Reiniger ohne Beanstandung, Wasser sogar über 7 Tage. Geputzt wird mit flüssigem Reiniger ohne Scheuerstoffe und ohne starke Lösungsmittel, im Bereich pH 3 bis 11. Der Scheuerschwamm hat also frei.
Eine Grenze gibt es. Für stark beanspruchte waagrechte Flächen wie eine Arbeitsfläche, auf der täglich geschnitten wird, empfiehlt 3M die normale DI-NOC nicht; dafür gibt es eine eigene AR-Version. Welche Folie wohin gehört, klären wir bei dir vor Ort. Nic bringt die Muster mit und hält sie dir direkt an die Front, verschickt werden keine.
Was es kostet
Eine kleine Küche folieren wir ab CHF 999, eine mittlere ab CHF 1’499, eine grosse ab CHF 2’499. Abdeckung, Rückwand oder Einbauschrank rechnen wir individuell. Die Offerte mit Richtpreis bekommst du, nachdem Nic deine Küche angeschaut hat, bei wirklich guten Fotos auch ohne Besuch. Mit dieser Offerte wird auch deine Anfrage an die Verwaltung konkret. Was im Preis drin ist, steht auf der Preisseite. Wie wir Küche, Schrank und Bad in Mietwohnungen und Eigenheimen angehen, zeigen wir unter Folieren für Zuhause.
Schick uns ein paar Fotos deiner Küche, dann weisst du bald, was geht und was die Verwaltung von dir wissen will.